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Gebindegrössen von 30 l und 50 l nach DIN- oder EURO-Norm und das Half-Barrel in Nordamerika dominieren derzeit das Geschäft für Fassbier, doch immer deutlicher zeichnet sich der Trend zur kleineren Gebindegrössen ab. Kegs mit Füllvolumen von
10 l und 20 l werden zukünftig den Fassbiererfolg einer Brauerei bestimmen.

   

Selbst in Grossbritannien, dem weltweit bedeutendsten Markt für Fassbier, nimmt der Anteil der traditionellen Grossgebinde von 100 l bzw. 22 oder aber 36 gal drastisch ab. Kegs in diesen Grössen werden nur noch in den seltensten Fällen nachgefragt. Verstärkt setzt sich sogar der Trend durch, alte Kegbestände aus Aluminium im Rahmen eines Qualitätsverbesserungs-Programms nicht mehr erst auf 50 l-, sondern sofort auf 30 l-Edelstahlkegs umzustellen. Eine derartige Entwicklung ist schon seit längerem im westlichen Kontinentaleuropa zu beobachten, wobei hier allerdings das 30 l-Keg zunehmend auf Desinteresse bei den Käufern stösst. Kleinere Gebindegrössen von 20 l, 15 l oder sogar 10 l sind die neuen Verkaufsrenner. In Nordamerika verzeichnet das sogenannte „Sixtel Barrel“ mit einem Nennvolumen von 19.5 l ebenfalls ständige Zuwächse, obwohl der Markt für Fassbier insgesamt stagniert. Welche wesentlichen Antriebskräfte eigentlich diesen Trend bestimmen, kann vor allem auf folgende Punkte zurückgeführt werden:

1. Immer mehr Fassbier- Marken – u.a. wiederbelebte Traditionsbiere und zunehmend internationale Biersorten – streiten um die Gunst der Konsumenten in der traditionellen Fassbier- Gastronomie. Bei eher rückläufigem Gesamtkonsum und begrenzter Stellfläche für Kegs versprechen Biermarken in kleineren Gebinden bessere Geschäftschancen. Zudem bleibt bei kleineren Gebinden das Bier frischer und damit genussvoller.



2. Zusätzliche Absatzmöglichkeiten für Fassbier in Bereichen der Gastronomie, in denen Fassbier nicht von besonderer Bedeutung ist, ergeben sich nur dann, wenn das Fassbier auch bei nur gelegentlichem Fassbier-Klientel frisch bleibt. Daher sind auch hier Gebindegrössen zwischen 10 l und 20 l eher gefragt als 30 l oder gar 50 l.

3. Infolge der international strengeren Gesetzgebung gegen „Alkohol am Steuer“ ist der Bierkonsum zu Hause angestiegen. Bevorzugt der Bierkonsument auch zu Hause Fassbier, so sind kleinere Gebinde wie z. B. die 10 l oder 15 l-Partykegs mit bayrischem Anstich zum problemlosen Handzapfen von Fassbier einfach am geeignetsten dafür.

Frankes deutsche Tochtergesellschaft Blefa GmbH & Co. KG in Kreuztal hat diese Trends frühzeitig erkannt und die ohnehin schon grosse Produktvielfalt an Kegs schrittweise erweitert um ein breites Spektrum an kleineren Gebindegrössen – zu erhalten in den unterschiedlichsten Keg-Durchmessern wie auch Materialund Designausführungen.


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